Der Förderverein Leo von Klenze-Museum e.V. lädt am Samstag, den 18. Juli 2026 ab 15 Uhr zum großen Sommerfest in und um das Leo von Klenze – Museum am Damm 14 in Schladen ein.
Zu Beginn wird um 15 Uhr bei einem Sektempfang das 10jährige Bestehen des Vereines gefeiert und eine Sonderausstellung dazu eröffnet. Dazu sind alle herzlich eingeladen. Außerdem ist der Museumsraum durch viele neue Bilder von Leo von Klenzes Werken ergänzt worden. Der Vorsitzende Jochen Buchholz steht hier für Fragen zur Verfügung und weiß vieles Interessantes über Leo von Klenzes Leben und seine Beziehungen zu den Großen seiner Zeit zu berichten.
Daneben können sich alle auch die Räume des Apothekenmuseums anschauen.
Dank LEADER Förderung konnte im letzten Jahr die Fassade restauriert und der Zaun nach historischem Vorbild erneuert werden. Rechtzeitig wurde auch mit professioneller Hilfe und viel Eigenleistung die Neugestaltung des Gartens fertig. Diese können alle jetzt im Garten genießen und unterm grünen Blätterdach feiern. Dort wird auch die Kultur und Mode der damaligen Zeit in Leos Kindheit durch Marianne Wallach mit ihren Freunden lebendig. Sie tauchen in die Zeit von Leo von Klenze ein und zeigen historisch gewandet die Tischkultur der damaligen bürgerlichen Elite.
Zum Freizeitvergnügen gehörte das Picknicken, was regelrecht zelebriert wurde. Auch gehörte ein gepflegtes Tänzchen dazu. Dieses alles wird auf dem Fest gezeigt und sie freuen sich darauf den Besuchern alles zeigen zu können.
Ulrich Zander wird während des Nachmittages die Gäste mit Klängen auf seiner Zither erfreuen. Für das leibliche Wohl ist mit einem Kuchenbuffet, Kanapees sowie mit Wein und kühlen Getränken gesorgt.
Zum Abschluss findet ab 19 Uhr noch ein Konzert vom Gitarristen Günter Scholz statt. Er singt besonders gern Lieder aus den Sechziger und Siebzigern, Irisch Folk, sowie auch Countrysongs. Dabei wird Kea Martina Schwarzfeld fröhliche Poesie und berührende Lyrik vortragen. Seit Kindertagen beschäftigte sie sich mit Literatur und Musik. Schon in jungen Jahren erhielt sie Gesangsunterricht und genoss eine intensive musikalische Bildung. 1999 begann ihre tänzerische und choreografische Ausbildung. Außerdem unterrichtete sie bis 2023 mit großem Erfolg Hula. Sie gründete an verschiedenen Orten Tanzgruppen, choreografierte besonders berührende Lieder und schrieb zwei Bühnenstücke. „The Power of Hula“ brachte sie 2013 und 2015 in Braunschweig zur Aufführung und das Kindermusical „Komm mit mir nach Waikiki“ in Salzgitter-Bad. Sie schrieb auch Kinderbücher. Zudem komponiert und textet sie Lieder – vom kritischen Song bis zum Kinderlied und verfasst Gedichte und Kurzgeschichten.
Bei Fackelschein kann dann der Sommerabend gemütlich ausklingen.
Weitere Informationen unter 05335 5861 oder DorotheeSchacht@web.de
Info zur Mode zu Zeiten Leo von Klenze
Leo von Klenze wurde in einer Zeit großer politischer Veränderungen geboren. Nach der französischen Revolution änderte sich sowohl der Baustil als auch die Mode.
Pracht und Prunk des Barock/Rokoko wandelte sich in den Klassizismus und genauso veränderte sich die Kleidermode sowohl für Damen als auch für die Herren. Üppige Roben und enge Korsetts waren mit dem Ende der Herrschaft von Ludwig XVI passé. Napoleon Bonaparte, eine der wichtigsten Personen der europäischen Geschichte – prägte einen neuen Kunst- und Kleidermodestil, der den Namen Empire trägt und u.a. in Deutschland von 1804 bis 1815 dauerte und Einfluss auf ganz Europa hatte.
Die stark verstärkte Schnürbrust des 18. Jh wich dem Kurzmieder – leichtere Stoffoberteile, die formten und Halt boten, jedoch ohne Korsettstäbe. Die Kleidertaille rutschte hoch bis unter die Brust und der Rock, gekräuselt oder in Falten gelegt, fiel bis auf den Boden – gerne mit einer kleinen Schleppe versehen.
Die Materialien waren leicht – aus Musselin (was eher dem heutigen Baumwollvoil entsprechen dürfte), häufig weiß oder weißgrundig mit kleinen Mustern. Als wärmendes Darüber konnte man einen Spencer wählen – mit oder ohne Ärmel – aus Tuch oder Wolle – . Der Militärstil war auch für die Damenwelt „in“. Tagsüber war ein Fichu – ein dünnes Tuch, das im Ausschnitt getragen wurde, unabdingbar. Für den Abend wurden dann wieder Seidenstoffe gewählt, Überkleider aus Spitze sowie aufwendige Stickereien waren en vogue.
Typisch für diese Zeiten waren neben den Häubchen aus Baumwolle verziert mit Spitzen, die während des ganzen Tages getragen wurden, auch unter den „Ausgehhüten“. Diese sogenannten Schuten aus Stroh, Filz oder auch Seide oder auch Barretts waren verziert mit Federtuffs, Blumen und Bändern. Empire-Fashion für Damen umfasste auch eine Menge von Accessoires wie Handschuhe, Fächer und Sonnenschirme
Für die Männer waren dagegen Krawatte und Halstücher bestimmt. Mit dem Zylinder, der in ganz Europa getragen wurde, betonten die Männer der Empire-Epoche die ausgewogene Eleganz ihres Gentleman-Outfits. Unter den Stoffen dominierten feine Tücher und Tweed-Gewebe, Leinen und Baumwolle, die in dunklen Farbtönen gehalten waren. Voll im Trend war ein zweireihig geknöpfter Frack mit Hosen. In England entwickelte sich die Empire-Herrenmode zu einer neuen Lebenseinstellung, die durch den modebewussten Dandy propagiert wurde. Dandy war nämlich ein modebewusster Gentleman, der viel Aufmerksamkeit seiner Garderobe und seinem Aussehen widmete.
Parallel dazu entwickelte sich in England das Regency von 1810 – 1820 mit der Regentschaft des Prince of Wales – Georg August Friedrich von Hannover, den späteren George IV.
Empire-Kleider des 19. Jahrhunderts widerspiegelten Ideale des Römischen Reiches.